Fotoreportage: Reinhard Hänggi, Erschwil

Holzen an der Strasse zwischen Zwingen und Blauen

Das zuständige Amt für Wald beider Basel wies in einer Medieninformation auf den instabilen Baumbestand zwischen Zwingen und Blauen hin.
Zur Verbesserung der Verkehrssituation wurden daher die entsprechenden Bäume entfernt, damit sie nicht unkontrolliert auf die Strasse fallen können.
Derartige Durchforstungen fördern die Unter- und Mittelschicht des Waldes, weil sich durch den verstärkten Lichteinfall eine artenreiche Kraut- und Strauchschicht zu entwickeln vermag.

Die Arbeiten wurden in Absprache mit dem Tiefbauamt BL, den Gemeinden Zwingen und Blauen unter Leitung von Revierförster Markus Schmidlin vom Forstrevier Unteres Laufental vom 24.Oktober bis 4. November 2011 durchgeführt.



Der Rundgang vor Ort war beeindruckend!

Drei verschiedene Forstunternehmer (an sich Konkurrenten!) waren mit 3 Zangenschleppern, 2 Forwardern sowie einem Prozessor am Werk, sozusagen dem Prunkstück, welcher innert kürzester Zeit stattliche Bäume fällte, sie entastete, ablängte und an der richtigen Stelle deponierte!

Auf engstem Raume funktionierten unter anderem im Stutzrank drei dieser Riesenmaschinen und arbeiteten sich sozusagen in die „eisernen Hände“!

Auch die Baumkronen wurden als wertvolles Hackholz für Schnitzelanlagen auf grossen Haufen deponiert.
Der Revierförster hat 1’100Kubikmeter Holz angezeichnet, wovon 850m3 auf 670Aren für Blauen und 250m3 für Zwingen auf 180 Aren, was insgesamt rund 1'600 Ster Brennholz entspricht!
Die beiden Burgerkorporationen geben das anfallende Holz an die Kosten und der Fehlbetrag wird durch das Tiefbauamt übernommen.

Das Zwingnerholz wurde mehrheitlich am Höhenweg abgelegt und zwar so, dass dank Absprache mit Revierförster Markus Schmidlin der bestehende Waldlehrpfad nicht beschädigt wird! Sogar sämtliche Verkehrstafeln wurden in Sicherheit gebracht und um die 60 Postentafeln fachmännisch „ausgeputzt“!
Durch den Zivilschutz liess er zudem den „Chrache“, der total zugewachsen war, wieder begehbar machen. Auf diesem schmalen Fussweg zwischen Hardwägli und Blauner - Jagdhütte haben früher die Blauenkinder ihren Vätern das Essen gebracht, wenn diese in der Papierfabrik „zwölfern“ mussten!

Fazit: Gesamthaft gesehen eine beeindruckende und runde Sache, was beim Arbeiten mit derart riesigen Maschinen keine Selbstverständlichkeit ist!

Betreuer Waldlehrpfad Höhenweg Zwingen: Reinhard Hänggi


 

 

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