Woher kommt das Baseldeutsch??
Sie gestatten:
Bevor Sie sich mit den historischen und linguistischen Hintergründen unseres Basler Dialektes befassen – zum Einstieg – ein Witz. Dieser zeigt die besondere Liebe, welche wir unserem Dialekt entgegenbringen.
Am achte Daag vò dr Schöpfig hèt dr lieb Gòtt nò Üüberstùnde gmacht:
Är hèt d Dialäggt verdailt, ùnder anderem au in dr Schwyz.
E jeedi Regioon hèt iiren aigene Dialäggt bikoo. Ùnd alli hän sich gfreut.
D Züürcher hän gruefe, lut wie allewyyl: "Läkch Bobbi, myyr händ soonen gäile Dialäkcht, ode?"
D Bäärner hän gmaint: "Daasch aaber uuuschöön, waas miir für ne schöööne Dialäkcht bichoo hei!"
D Wallisser hän gjuublet: "Hei wiir awer en scheenu Diuläcktu iwerchoo"!
… ùnd so wyter ... Freud hèt ghèèrscht, in dr ganze Schwyz.
Nùme für d Baasler isch laider kai Dialäggt me üübrig bliibe.
D Stadt hèt nodüürlig mächtig ùfbigäärt: Me hèt dr Ruedi Suter ùnd dr
Carl Miville zem liebe Gòtt abdelegiert; si sòlle go bròteschtiere.
No kùùrzer Diskussioon hèt dr lieb Gòtt noochegää:
"Jänù, dernoo schwätzen Iir halt glyych wien ych!"
Sie entschuldigen: Übersetzen lässt sich nur die Pointe.
Da der liebe Gott anlässlich seiner Verteilung der Schweizer Dialekte für die Basler keinen eigenen mehr übrig hatte, überliess er ihnen seinen eigenen.
Werner Lukas ist Dialektforscher und -Kenner. Auf seiner Website finden Sie allerlei interessantes rund um die Stadt Basel und das Baseldeutsch.
www.basel-deutsch.ch







