Schweizer verkauft illegal eingeführte Potenzmittel
Die Zollfahndung Basel ermittelt illegal aus dem asiatischen Raum eingeführte potenzsteigernde Mittel durch einen im Kanton Jura wohnhaften Mann. Die im Zeitraum von 2005 bis 2010 eingeführten Mittel beziffern einen Wert von über 125'000 Franken.
Bei einer zollamtlichen Kontrolle im Postverkehr wurden diverse Briefumschläge festgestellt, welche zahlreiche blaue Tabletten enthielten. Es befand sich weder ein Beipackzettel noch sonstige Angaben betreffend Zusammensetzung in den Umschlägen. Die Briefumschläge wurden in Thailand aufgegeben und waren an einen im Kanton Jura wohnhaften IV-Rentner adressiert.
Aufgrund dessen, dass die Tabletten nicht ordnungsgemäss bei der Einfuhr angemeldet wurden, hat die Zollfahndung Basel ein Strafverfahren eingeleitet.
Die anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellten Beweise und die Aussagen des Beschuldigten ergaben, dass der Mann anlässlich seiner zahlreichen Reisen nach Thailand und Indien einen Parallelmarkt für potenzfördernde Mittel entdeckt hatte. Er entschied sich, die Tabletten durch Drittpersonen in die Schweiz schicken zu lassen, um diese dann selber über Kleininserate oder über Internet an in der Schweiz und im nahe gelegenen Ausland wohnhafte Personen zu verkaufen.
Insgesamt liess der Mann im Zeitraum von 2005 bis 2010 Pillen im Wert von über 125'000 Franken einführen.
Da die angeblich gegen Erektionsstörungen wirksamen Pillen in der Schweiz nicht verkehrsfähig sind, wurden die Strafermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Heilmittelinstitut (Swissmedic) durchgeführt.
Die hinterzogenen Mehrwertsteuer-Abgaben in der Höhe von über 9'500 Franken wurden nachgefordert. Der Beschuldigte muss sich wegen Verstosses gegen das Mehrwertsteuergesetz gegenüber der Zollverwaltung verantworten. Die Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz wird gesondert durch das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic) verfolgt. Der Beschuldigte muss mit einer empfindlichen Busse rechnen.






