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Basel/Bern, 06.01.2011
Die Stücki-IWB-Powerbox wird heute Abend in Bern von Bundesrätin Doris Leuthard mit dem Watt d’Or ausgezeichnet. Die Anlage zur Kühlung und Heizung des Stücki-Einkaufszentrums und des Stücki Business Park in Basel nutzt die Abwärme der benachbarten Industrie und ist damit besonders klimaschonend, was die Jury unter Präsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi überzeugte. Martin Kamber, Leiter Energiedienstleistungen bei den IWB, und Hans Pauli von der Eicher + Pauli AG nehmen die Auszeichnung gemeinsam entgegen.
Wie der Energiebedarf gedeckt werden soll, ohne die Umwelt übermässig zu belasten, ist eine entscheidende Zukunftsfrage. Seit langem gehört es zur Strategie der IWB, eine nachhaltige Energieversorgung mit grösstmöglichen Einsparpotenzialen zu verbinden. Mit dem Projekt Stücki IWB’Powerbox – der grössten Abwärmenutzungs-Anlage der Schweiz – demonstrieren die IWB den Willen und die Fähigkeit, beim Klimaschutz in der vordersten Reihe zu stehen.
Keine zusätzliche CO2-Belastung
Im Stücki wird die benötigte Energie auf besonders klimaschonende Art gewonnen, indem die Abwärme der ProRhenoAG und der Valorec AG im Winter zur Beheizung und im Sommer zur Kühlung genutzt wird. Möglich wird dies durch eine Absorptions-Kältemaschine, welche –vereinfacht ausgedrückt – Wärmeenergie in Kälte umwandelt. Diese weltweit grösste mit Heisswasser betriebene Absorptions-Kältemaschine erlaubt die Nutzung von Abwärme auch im Sommer. Pro Jahr erzeugt die «Stücki IWB’Powerbox» rund neun Millionen Kilowattstunden Kälte und zehn Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie. Zum Vergleich: Ein Haushalt verbraucht etwa 20‘000 Kilowattstunden Wärmeenergie.
Die IWB haben in dieses Projekt insgesamt 12 Millionen Franken investiert. Zwei Millionen Franken steuerte das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt aus der Förderabgabe bei. Die Abwärmelieferanten ProRheno und Valorec beteiligten sich mit 1,8 Mio. respektive 1,5 Mio. Franken an den Anfangsinvestitionen.
Der Energiepreis Watt d‘Or
Mit dem Watt d'Or zeichnet das BFE bereits zum fünften Mal Personen und Organisationen aus, die mit ihren nachahmenswerten Projekten und Initiativen den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft vorspuren. Der Preis ist nicht dotiert. Ziel des Watt d'Or ist es, diese Projekte bekannt zu machen und so Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit zu motivieren, die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.
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